Feuerwerk & Drohnenshow — die besten Aussichtspunkte
Anders als viele europäische Städte, die ihr Silvesterfeuerwerk inzwischen ganz gestrichen haben, macht Athen daraus eine eigene Inszenierung. Die Stadt ist auf sogenannte leise Feuerwerke umgestiegen — Pyrotechnik mit deutlich reduziertem Knall, schonender für Tiere, Anwohner und die antiken Stätten — und kombiniert sie mit einer Drohnenshow, die vor Mitternacht Figuren über die Innenstadt und die Akropolis zeichnet.
Wer den klassischen Krachzauber erwartet, wird überrascht sein. Wer fotografieren will, bekommt die besseren Motive. Los geht es kurz vor Mitternacht, direkt im Anschluss an das Bühnenprogramm am Syntagma-Platz.
Die besten Aussichtspunkte
Filopappou-Hügel — der Klassiker
Der Hügel westlich der Akropolis bietet den Blick, für den Athen zu Silvester berühmt ist: der beleuchtete Parthenon im Vordergrund, dahinter die Stadt bis zum Meer. Der Aufstieg dauert vom Fuß des Hügels etwa 15 bis 20 Minuten über gepflasterte und teils unbefestigte Wege. Festes Schuhwerk ist Pflicht, eine Taschenlampe hilft — die Wege sind nachts kaum beleuchtet.
Pnyx — ruhiger, gleich daneben
Der antike Versammlungsplatz liegt direkt am Filopappou und ist an Silvester meist weniger überlaufen, bei fast identischem Blick. Die erste Wahl, wenn ihr Ruhe wollt.
Lykabettus — das große Panorama
Mit 277 Metern der höchste Punkt der Stadt, mit 360-Grad-Blick bis nach Piräus. Ihr kommt zu Fuß hinauf oder mit der Standseilbahn. Zu Silvester heißt das: früh oben sein — sowohl wegen der Menschenmenge als auch, weil die Betriebszeiten der Bahn in der Silvesternacht jedes Jahr abweichen. Der Blick ist weiter als vom Filopappou, die Akropolis dafür kleiner im Bild.
Thissio — familientauglich
Die Fußgängerzone unterhalb der Akropolis, an Silvester meist mit Live-Musik und Straßenkünstlern. Kein Aufstieg, kein Gedränge wie am Syntagma, und der Felsen liegt direkt über euch. Die beste Wahl mit Kindern oder wenn ihr nicht klettern wollt.
Dachterrasse — die bequemste Variante
Reservierungspflichtig und die teuerste Lösung, dafür sitzt ihr im Warmen, habt ein Getränk in der Hand und schaut über die Brüstung auf die Show. Welche Terrasse welchen Blick bietet: Dachterrassen mit Akropolisblick.
Athener Riviera — Blick aufs Wasser
Südlich der Stadt, entlang der Küste bei Glyfada und Voula, seht ihr das Feuerwerk über der Bucht statt über der Stadt. Ruhig, weitläufig — aber ihr braucht ein Taxi, hin und zurück.
Wo ihr nicht hingehen solltet
Syntagma und Monastiraki sind Feierorte, keine Fotostandorte. Ihr steht mittendrin, seht Menschen und Bühne, aber weder Akropolis noch Feuerwerk in einem sinnvollen Bildausschnitt. Wer beides will, feiert am Syntagma und geht gegen 23:15 Uhr Richtung Thissio — zehn Minuten Fußweg, und der Blick ist ein anderer.
Fotografie: was funktioniert
Feuerwerk braucht eine kurze Blende und Stabilität. Ohne Stativ hilft eine feste Auflage — Mauer, Geländer, Rucksack.
Die Drohnenshow verhält sich anders als Pyrotechnik: Die Figuren stehen mehrere Sekunden still. Ihr könnt also länger belichten, solltet aber im manuellen Modus arbeiten, weil die Automatik auf die dunkle Umgebung reagiert und die Drohnen ausbrennen lässt.
Die Akropolis als Vordergrund ist der Grund, warum ihr überhaupt hier oben steht. Baut das Bild um den Felsen, nicht um den Himmel.
Privates Feuerwerk in den Wohnvierteln
Privates Feuerwerk kommt in Athener Wohnvierteln am späten Abend durchaus vor, oft unkontrolliert und in engen Gassen. Wer mit Kindern oder Hunden unterwegs ist, sollte das einplanen — vor allem auf dem Rückweg durch Psirri, Gazi oder die Wohnviertel abseits des Zentrums.
Häufige Fragen
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