Das Essen ist die Silvesternacht

Restaurants & Silvestermenü in Athen

Das Essen ist in Griechenland nicht die Vorbereitung auf die Silvesternacht — es ist die Silvesternacht. Der Abend beginnt spät, zieht sich über Stunden, und um Mitternacht sitzt man noch am Tisch, stößt an, und dann wird die Vasilopita angeschnitten. Wer in Athen um halb acht essen geht, um rechtzeitig fertig zu sein, hat das Prinzip missverstanden.

Fast alle Häuser bieten am 31. Dezember ausschließlich ein Festmenü zum Fixpreis an, meist mit Live-Musik und oft mit Mindestverweildauer bis nach Mitternacht. Spontan geht an diesem Abend praktisch nichts.

Athener Gasse mit Tavernentischen im Freien
Gedeckte Tische in einer Athener Gasse. Am 31. Dezember servieren fast alle Häuser ein Festmenü zum Fixpreis.
Taverne, Dachterrasse oder Mezedopolio

Drei Arten, in Athen Silvester zu essen

Die Taverne — traditionell und lebendig

In Plaka, Psirri und Petralona servieren die Tavernen am 31. Dezember ein mehrgängiges Menü mit Mezedes, Hauptgang und Nachtisch, dazu meist Live-Musik mit Bouzouki und Gitarre. Die Stimmung wird im Lauf des Abends lauter, spätestens nach Mitternacht wird getanzt. Das mittlere Preissegment, familientauglich, und die Variante, bei der ihr am ehesten neben Athenern sitzt.

Fine Dining und Dachterrasse — mit Blick

Die Rooftop-Restaurants der Innenstadt machen aus dem Abend ein Ereignis: mehrgängiges Menü, Weinbegleitung und um Mitternacht die Drohnenshow über der Akropolis vom eigenen Tisch aus. Deutlich teurer, deutlich früher ausgebucht — und Ende Dezember in Athen tatsächlich draußen möglich. Welche Terrasse welchen Blick hat, steht unter Dachterrassen mit Akropolisblick.

Mezedopolia und Ouzeries — unkompliziert

Kleine Lokale mit geteilten Vorspeisen statt festem Menü. Nicht überall gibt es am 31. Dezember ein Silvesterprogramm, dafür bekommt ihr hier am ehesten noch kurzfristig einen Platz. Die Gegend um Psirri und den Zentralmarkt ist dafür die beste Adresse.

Mezedes, Hauptgang und die Münze im Kuchen

Was auf den Tisch kommt

Ein griechisches Silvestermenü sieht anders aus als ein deutsches. Es beginnt mit einer Reihe von Mezedes — Dips, Kleinigkeiten, Gegrilltes, alles zum Teilen. Der Hauptgang ist häufig Fleisch, an der Küste auch Fisch. Und nach Mitternacht kommt die Vasilopita auf den Tisch: ein Kuchen mit eingebackener Münze. Wer sie in seinem Stück findet, hat ein glückliches Jahr vor sich. In vielen Lokalen schneidet der Wirt sie um Punkt zwölf an, und das ganze Haus sieht zu.

Warum das so ist und welche Bräuche noch dazugehören, steht unter Griechische Silvesterbräuche.

Der wichtigste Absatz dieser Seite

Reservierung

Passiert regelmäßig und ist lösbar

Wenn alles ausgebucht ist

Niedriger als in Deutschland

Trinkgeld in Griechenland

Trinkgeld ist üblich, fällt aber niedriger aus als in Deutschland. Aufrunden ist normal, bei gutem Service sind fünf bis zehn Prozent angemessen. Bei Festmenüs mit Fixpreis solltet ihr auf der Rechnung prüfen, ob der Service bereits enthalten ist — dann genügt eine Aufrundung. Bar geben ist gern gesehen, weil das Trinkgeld so direkt beim Personal ankommt.

Was der Abend insgesamt kostet, rechnen wir unter Was kostet Silvester in Athen? durch.

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